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Der Bau / Ursprungsgeschichte
Wir kauften einen Hof, um eine Käserei bauen zu können
Vom Käse in der heimischen Küche zum Hofladen, zur Käserei und zum Ausflugsziel im Wald – Margaretelund begann nicht mit einer Geschäftsidee, sondern mit einem Käse, der ein richtiges Zuhause brauchte.

Es beginnt nicht mit Baugenehmigungen, Zeichnungen oder langen Kalkulationen. Es beginnt in einer Küche.
Als Emelie und Alexander zu Hause Käse machten, ging es nicht darum, ein Ausflugsziel im Wald zu schaffen. Sie wollten guten Käse machen. Echten Käse. Käse mit Persönlichkeit.
Doch die Küche wurde schnell zu klein für den Traum.
Der nächste Schritt brauchte eine Käserei: einen Ort, an dem Milch, Handwerk und Arbeit Platz bekommen konnten. Deshalb suchten sie nach einem Hof mit genug Land für einen Neubau. Als Alexander eine nahegelegene Immobilie entdeckte, fragte er den Besitzer schlicht, ob sie zu kaufen sei.
Sie war es.
Dort, an dem Ort, der später Margaretelund werden sollte, begann das nächste Kapitel.
Zuerst kam der Hof. Dann wuchs alles andere.
Die Käserei war der Grund, warum der Hof gekauft wurde. Doch wie so oft auf Margaretelund blieb die Wirklichkeit nicht ganz im Plan.
Während der Traum von der Käserei Form annahm, fanden die Menschen bereits zum Käse. Kunden klopften in Björkenäs an die Haustür und fragten nach Eldost. Die Idee einer kleinen Käsebude entstand zunächst als praktische Lösung.
Aber kleine Ideen bleiben hier draußen selten klein.
Die Käsebude wurde ein Hofladen. Der Hofladen wurde ein Ausflugsziel. Und die Käserei, der Grund von Anfang an, wurde zum Herzen des Ortes.
“A cheese led to a dairy. A dairy required a farm.”
Sie bauten selbst. Fast alles.
2022 begann der Bau. Nicht symbolisch, sondern wirklich.
Von den ersten Pfählen im Boden bis zum letzten Firstziegel wurde fast alles mit eigenen Händen gemacht.
Wände wurden gestellt, Dachstühle montiert, Holz getragen, gesägt, gemessen und verschraubt. Was später selbstverständlich aussieht, begann als Schlamm, Regen, Kies und unzählige Entscheidungen.
Beim Bau des Ladens gab es auf dem Hof nicht einmal Strom.
Sägen und Schrauber liefen mit Akkus. Vieles andere wurde von Hand gemacht. Manchmal musste das ganze Projekt vollkommen absurd wirken.
Mehr als einmal kam der Gedanke: Was zum Teufel machen wir hier eigentlich?
Erst wurde Käse verkauft. Dann Baumaterial gekauft.
Die Bank war nicht besonders interessiert daran, an das Projekt zu glauben.
Also taten Emelie und Alexander, was sie konnten: Sie fuhren auf Märkte und Messen, verkauften Käse und kauften vom Erlös Baumaterial.
Wichtige Unterstützung kam außerdem vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Doch die Fördermittel bauten das Haus nicht von selbst. Das taten Emelie und Alexander – mit Familie, Freunden, Hartnäckigkeit und unzähligen Arbeitsstunden.
Minusgrade, Wind und ein Dach, das fertig werden musste
Manche Bautage haben sich besonders eingeprägt.
Wenn das Wetter umschlug, der Wind an der Windpappe riss und das Dach vor dem Regen fertig werden musste. Oder wenn der Boden sich in Schlamm verwandelte und alles doppelt so lange dauerte.
Romantisch war der Bau selten. Er war kalt, schwer, unpraktisch und manchmal absurd.
Und trotzdem machten sie weiter.
Ein Haus, das mehr trägt als Waren
Im Dezember 2024 öffnete der Laden.
Aus einer Idee war ein realer Ort geworden: ein Raum für Käse, Lebensmittelhandwerk, Menschen, Geschichten und das Gefühl, dass zwischen Nässjö und Eksjö etwas Unerwartetes im Wald verborgen liegt.
Heute sieht man einen fertigen Laden, eine Käserei und einen Hof mit Tieren. Schwerer zu sehen sind all die Stunden in den Wänden.
Ein Käse führte zu einer Käserei. Eine Käserei brauchte einen Hof. Ein Hof wurde ein Laden. Ein Laden wurde ein Ziel.
Und irgendwo unterwegs wurde all das mit eigenen Händen gebaut.













